Hilfe, mein Kind ist zoophil

Im Folgenden wird eine fiktive Situation beschrieben, die so oder so ähnlich aber vorkommen wird. Es sind die verständlich spontanen Reaktionen eines Elternteils, dem der hoffnungsvolle Nachwuchs eröffnet, daß er nicht ganz so ist, wie Mammi oder Pappi das angenommen und gewünscht haben und wie man damit auch umgehen könnte. Eine parallele Situation zwischen Erwachsenen, authentisch, auch wenn das Gegenteil behauptet wird, finden Sie hier www.fifine.org

Sollten Sie Fragen oder Gesprächsbedarf haben, wenden Sie sich gerne vertrauensvoll an uns.

Da kommt mein Kind an und teilt mir mit, daß er oder sie Tiere liebt.
Und das nicht nur gefühlsmäßig, sondern erotische Gefühle sind auch noch da.
Womöglich hat er oder sie schon….

 

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MKI online
IGITT!
Ja, eklig, nicht wahr? Aber niemand verlangt von Ihnen, daß sie sowas auch empfinden oder sogar machen. Wirklich nicht. Lediglich Ihr Kind ist zu Ihnen gekommen und hat Ihnen ein Geheimnis aus dem Inneren der Seele mitgeteilt. Ist das nicht ein großer Vertrauensbeweis? Vorsicht jetzt. Ihr Kind ist im Moment ohne Verteidigung. Sollte Ihnen etwas an Ihrem Kind liegen, dann keine spontanen negativen Reaktionen. Erstmal Luft holen und nachdenken. Danach können Sie sich immer noch äußern. Es sei denn, Ihnen ist Ihr Kind egal. Dann hauen Sie ruhig drauf (bitte nur mit Worten), und Sie werden nie wieder etwas aus dem Leben Ihres Kindes erfahren. Das Kind ist weg und die Arbeit der letzten 15 Jahre war umsonst.
Warum tut er mir das an?
Aus purer Bosheit um Sie zu quälen natürlich. Oder vielleicht doch nicht? Vielleicht um nicht mit einem Geheimnis zu leben, das zwischen Ihnen steht? Um Ihnen (wieder) näher zu kommen? Wie man es das als Kind oder Jugendlicher eben doch gerne möchte, auch wenn man sich noch so cool gibt?
Was habe ich in der Erziehung falsch gemacht?
Hatten Sie denn ein festgelegtes Erziehungsziel? Dann wären Sie aber eine Ausnahme. Wie sollte das Kind denn sein? Wie alle anderen? Dann hätten Sie lieber eine Kaffeemaschine bekommen sollen. Lebendige Wesen sind nun einmal nicht alle gleich. Jeder hat seine Eigenheiten. Wäre ja auch schlimm, wenn nicht. Nun hat Ihr Kind eine eher seltene Eigenheit gezeigt. Gut, das wird irgendwo Probleme mit der Gesellschaft geben. Aber ist das Kind schlecht? Gefährlich? Das wäre herauszufinden. Vielleicht. Eher nicht. Jedenfalls ist es das gleiche Kind wie vor ein paar Stunden. War es da schlecht oder gefährlich? Jetzt wissen Sie eine bislang verborgene Eigenheit mehr. Ändert das was am Gesamtbild?
Was sollen denn die Leute sagen!
Kleiner Tipp: Binden Sie es Ihnen nicht auf die Nase. Und wenn man Sie doch drauf anspricht oder allzu auffällig hinter Ihnen hertuschelt, sagen Sie einfach möglichst neutral und unaufgeregt: Ja, ist so. Das nimmt den Schandmäulern den Wind aus den Segeln und bald suchen sie sich das nächste Opfer.
Ich hatte nie den Verdacht, daß er Tiere quält. Er war doch immer ganz lieb. Eher zu lieb. Aber das hört man ja öfter von Amokläufern
Hat er da was von gesagt? Wie kommen Sie darauf? Nehmen wir mal an, es gab sexuelle Kontakte: Ist Sex für Sie Quälerei? Doch, sicher kann man Tiere auch sexuell quälen. Anders aber auch. Und auf jeden Fall muß man dazu Zwang anwenden und aggressiv sein. Ist Ihr Kind aggressiv? Herrscht es gerne über andere? Schikaniert es kleinere Kinder? Nein? Dann würde ich von Quälen erst einmal nicht ausgehen. Und bis zum Amoklauf ist es noch weit. Und jetzt, wo es sich Ihnen anvertraut hat, noch viel weiter.
Womöglich lauert er bald auch kleinen Kindern auf
Womöglich. Allerdings hat die Neigung zu Tieren nichts mit der Neigung zu Kindern zu tun. Mag es natürlich geben, daß jemand beide Neigungen hat. Aber das wäre die Ausnahme der Ausnahme. Also eher nicht.
Hätte er das nicht für sich behalten können? Ich hätte das lieber nicht gewußt. Obwohl, daß mit dem was nicht stimmt habe ich schon längst gemerkt. Wahrscheinlich ist er auch noch schwul? Oder vergräbt sich in Misthaufen? Oder sonstwas eklig Perverses.
Vielleicht schwebt er auch nachts um den Kronleuchter? Jetzt mal gaaanz ruhig. Kann alles sein, muß aber nicht. Dennoch er hat es gewagt, sich Ihnen anzuvertrauen. Das braucht eine Unmenge an Mut. Und was heißt eigentlich, daß etwas mit ihm nicht stimmt? Daß er ist wie alle anderen? Oder wie Sie? Macht das denn Sinn? Ja, Sie müssen jetzt mit der Information umgehen. Das hat er Ihnen tatsächlich aufgebürdet. Aber Sie schaffen das!
Der bringt uns (mich) in der ganzen Straße in Verruf! Die Leute werden mich schneiden, Freunde abwenden, Rotznasen werden mich auslachen und mir hinterherschreien, ich muß hier wegziehen. Alles wegen dem da und seinen perversen Gelüsten! Besser der verschwindet aus meinem Leben.
Wenn Sie so ein Umfeld haben, dann ziehen Sie am besten wirklich weg. Aber wegen dem Umfeld, nicht wegen Ihrem Kind. Außerdem hört sich das an wie hineinsteigern und leicht hysterisch. Keiner sagt, daß es wirklich so kommt. Und wenn, wird Ihnen schon etwas einfallen. Das Kind zu verstoßen, dass da klein mit Hut vor Ihnen steht, nur aus Angst vor den Reaktionen der blöden Nachbarschaft, ist jedenfalls einfach feige.
Warum tut sie mir das an?
Tja, warum nur? Tut sie Ihnen was an? Siehe oben.
Ich habe eine lüsterne Schlampe geboren!
Ja sicher, die war schon als Neugeborenes eine Schlampe und saugte lustvoll... Obwohl Lüsternheit hat ja auch ihren Platz und steckt in jedem von uns. Oder benutzen Sie noch die einstmals gängigen Nachthemden mit Verrichtungsklappe?
Die soll sich mal kräftig durchficken lassen, dann kommt sie schon auf den Geschmack.
Ein beliebtes Argument von Männern. Weil sich ja alle Frauen nach starken Männern sehnen. Oder doch nicht? Jedenfalls funktioniert das so nicht.
Soll sie doch meinetwegen lesbisch werden, dann könnte ich wenigstens noch adoptierte Enkel bekommen!
Bei uns braucht man die Kinder zum Glück nicht mehr als Altersvorsorge. Und wenn Sie sich im Alter um Kinder kümmern wollen: Da gibt es wahrlich genug, die es nötig haben.
  • Mechahorse

    Das ist wohl mit Abstand der kränkeste und sinnloseste Einblick in den Kiokschen Gedankenkosmos, den ich bislang begutachten durfte.
    Gut, daß Herr Kiok kein Sexualtherapeut ist, denn seine „Ratschläge“ führen unweigerlich zur Mehrung von Leid.
    Alleine schon der Ratschlag, man solle als Elternteil, der um die Neigung seines Kindes weiß, die öffentliche Meinung bestätigen, obwohl das mit Sicherheit nicht ein weniger, sondern ein mehr an Stress für den Betroffenen bedeutet, den man ja mit Sicherheit noch nicht einmal danach gefragt hat, ob es ihm/ihr denn auch recht sei, seine/ihre Sexualität öffentlich bekanntzumachen, das lässt sich kaum noch mit veröffentlichbaren Worten beschreiben.
    Nach Lektüre dieses Artikels kann ich nur jedem Vater, jeder Mutter raten, ihr zoophiles Kind nicht einem Verein anzuvertrauen, dessen ehemaliger Vorsitzender solcherlei „Ratschläge“ erteilt.

    Die übliche Relativierung, „Zoophile“ seien keine Kinderschänder lässt sich anhand von tatsächlichen Fakten widerlegen, denn mehr als nur einmal wurden Fencehopper aufgegriffen, in deren Besitz sich neben Tier- eben auch Kinderpornographie befand. Ein gewisser Prozentsatz von sog. „Zoophilen“, die sich generell von allem, was als Tabu gilt, angezogen fühlen, lässt sich einfach nicht wegdiskutieren…erst recht nicht, wenn man, wie der ZETA-Verein, bislang nichts, aber auch gar nichts getan hat, diese Individuen zu identifizieren und sich von ihnen weitestmöglich zu distanzieren.

    Da ich selbst ein exklusiver Zoo bin, sind eigene Nachkommen leider biologisch unmöglich; hätte ich jedoch ein Kind, welches sich selbst als zoophil herausstellt, dann würde ich nicht auf Phrasengedresche á la Kiok vertrauen, sondern ein langes, klärendes gespräch mit meinem Sprössling führen, in dem ich ihm eine neutrale und von Propaganda beider (!) Seiten unbeeinflusste perspektive aufzeige.
    Ich würde z.B. auf die vielen grauen Zonen der Zoophilie eingehen, würde erfragen, ob Fencehopping für meinen filius/meine filia ein Ding ist und natürlich vehement davon abraten. Ich würde auch darauf hinweisen, diese höchst kontroverse Orientierung da zu lassen, wo sie mMn hingehört, im Privaten.
    Den Aasgeiern der Öffentlichkeit mein Kind vorzuwerfen, weil ich es nach Kiok´scher Denkart zu einem Instrument meiner persönlichen Agenda zu machen bestrebt bin….nach allen Regeln des Respektes und der geistigen Gesundheit kann ich da nur lautestmöglich „Nein!“ schreien.

    Kioks Argument, man müsse aggressiv sein, um Tiere sexuell quälen zu können, ist Humbug und gefährliches Nichtwissen. Vermutlich werden Tiere aus schierer Dummheit des „Zoophilen“ viel öfters gequält als aus tatsächlichem sadistischen Impetus heraus. Man muss sich nur einmal die gängigen Mythen der sog. „Zoophilen“ anschauen, die in diversen Foren kursieren. Da wird das Tier „humanisiert“, weil man als ach so tierlieber und – affiner „Zoophiler“ noch nicht einmal die allereindeutigsten Zeichen des Tieres richtig zu deuten imstande ist.

    Kiok bietet hier, wie immer, eine Schwarz-Weiss-Sichtweise an, er bedient sich alter Argumente, die mindestens sehr löchrig, wennnicht sogar total überholt sind. Zoophile sind aus Prinzip gut und die „böse, intolerante“ Gesellschaft per definitionem von Grund auf fies, gemein und nicht zugänglich für Argumente. Tja, Herr Kiok, wenns denn nur so einfach wäre….

    Auch wird mit keinem Wort darauf eingegangen, daß „Zoophilie“ für viele Heranwachsende eine kurze Phase ihrer sexuellen Entwicklung bleibt und ein Outing von Elternseite das Kind durchaus sein ganzes Leben zu verfolgen imstande ist. Ich jedenfalls kenne genug Leute, die sich einst als Teenager als „total zoophil“ gesehen haben, jetzt aber mit dem ganzen Tierbeschlafbrimborium nicht im Geringsten mehr zu tun haben (wollen).
    Wir befinden uns im Zeitalter der „special snowflakes“, der sozial und geistig unterentwickelten, emotional deprivierten Kinder, für die es oftmals ein Spiel mit ihrer Sexualität ist, sich zu etwas zu bekennnen, Hauptsache es schockt und stellt einen aus der Masse der Durchschnittsmenschen heraus.

    Natürlich wird mein Einwurf auf Kioks geistigen Auswurf vermutlich wieder als „gehate“ gebrantmarkt werden, Veröffentlichung gibt´s wohl eher nicht. Euch ZETAnern sei aber ins Stammbuch geschrieben, daß ihr euch endlich auf euren Hosenboden setzen müsst und euch genauestens überlegt, was von eurer Seite in die Öffentlichkeit gelangt. Kioks Traktat ist jedenfalls keineswegs eine Werbung für grössere Toleranz, sondern eher mal wieder ein starkes Argument, ebendiese nicht zu erteilen, da man sonst genau dieser Kiok´schen „Pornodenke“, wie ich sie mal salopp nennen will, Vorschub leistet. Und auch das hier noch einmal: Zoophilie ist KEIN weiteres Segment innerhalb der „normalen“ sexuallen Ausrichtung von Menschen. Sie ist mit nichts gleichzusetzen, sie erfordert starkes moralisches Taktgefühl, gegenüber dem Tier wie auch gegenüber seinen Mitmenschen, die sich mit Sicherheit keineswegs über ein „Zoo-Outing“ freuen werden. Auf manche mag es sogar einen traumatisierenden Effekt haben, wie z.B. auf einen meiner Freunde, der mir einmal sagte „Seit ich weiss, was mit dir los ist, kann ich kein Pferd mehr sehen, ohne dabei sehr komische Gedanken zu bekommen.“ Man muss von unserer Seite endlich realisieren, daß es noch viel mehr Faktoren in der Gleichung gibt als lediglich „Tier “ und „Zoophiler“.

    Ich hoffe immer noch auf einen plötzlichen Influx von Hirn und Verantwortungsbewusstsein bei ZETA….und die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

    • Friedrich Mertens

      Doch erst bestätigen, wenn es eh alle wissen, um den Druck rauszunehmen.
      Und ich meine immer noch, öffentlich immer das Gute darstellen, die Zwischentöne kommen später, wenn man mit vernünftigen Leuten vernünftig redet.