Zoophilie Dokumentation gewinnt Preis der Alexis Victor Thalberg-Stiftung

Zum elften Mal wurde der Dokumentarfilmpreis der Alexis Victor Thalberg-Stiftung verliehen. Von 27 eingereichten dokumentarischen Arbeiten wurden zehn Dokumentarfilme von Studierenden der Züricher Hochschule der Künste mit dem Preis ausgezeichnet, der mit insgesamt 35‘000 Franken dotiert ist.

Neben den 7 Hauptpreisträgern gab es unter anderem auch eine besondere Erwähnung der Jury für „Zoophilie“ von Ursa Kastelic.

Der bisher nur auf dem Festival und zuvor im Rahmen der Universität gezeigte Film schafft es durch Interviews von Wissenschaftlern und Zoophilen sowie Aufzeichnungen von Gegendemonstrationen, ein möglichst breites und rein beschreibendes Bild über die persönliche sowie die politische Lage der Zoophilen zu zeigen und dem Zuschauer eine Bewertung des Gezeigten zu ermöglichen, ohne ins Pornografische oder Schockierende abzugleiten.

Die Jury selbst begründet ihre Entscheidung wie folgt:

„Die Filmemacherin Ursa Kastelic geht voller Neugierde den Beziehungen zwischen Menschen und Tieren nach.
Dabei gelingt es ihr, unser entfremdetes Verhältnis zum Vierbeiner in die Waagschale zu werfen. So fragt man sich am
Ende des Films, ob es etwa verwerflicher ist einen Hund zu küssen, während man hinter vorgehaltener Hand dem Fleischkonsum nicht zu widerstehen vermag? Die Filmemacherin ist bestrebt, gemeinsam mit ihrem Publikum klassische
Lebensentwürfe zu hinterfragen oder vielleicht sogar festgefahrene Meinungen zu durchbrechen.

Diese Mischung aus Chuzpe und Neugierde würdigt die Jury mit einer besonderen Erwähnung und freut sich auf weitere
Filme von Ursa Kastelic (Bachelor in Film).“

Die in dem Film interviewten Zoophilen sind Mitglieder der Zeta-Vereins. Wir freuen uns deshalb besonders über den Preis, den Ursa für die Dokumentation erhalten hat und wünschen ihr viel Erfolg bei ihren zukünftigen Projekten. Sobald die Dokumenation offiziell online verfügbar ist, werden wir sie an dieser Stelle nachreichen.